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Braunes Fett hilft, Kalorien zu verbrennen

Zu viel Fett im Körper ist mehr als nur ein visuelles Problem. Es erhöht nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs, sondern auch einen schweren Verlauf von Covid-19. Es ist jedoch nur sogenanntes weißes Fett schädlich. Braunes Fett hingegen wirkt sich positiv aus.

Die bislang größte Studie hat andere positive Eigenschaften von braunem Fettgewebe gezeigt. Wissenschaftler der Rockefeller University (USA) konnten anhand von mehr als 52.000 Patientendaten nachweisen, dass das Braun Fett zur Vorbeugung chronischer Krankheiten wie Diabetes, arterieller Hypertonie, Herzinsuffizienz und koronare Herzkrankheit. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift „Naturmedizin„.

Braunes und weißes Fett: Was ist der Unterschied?

Aber was ist der Unterschied zwischen weißem und braunem Fett? Ein Blick auf die Struktur des Fettgewebes hilft bei der Beantwortung dieser Frage. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Fettgewebe: weiß und braun. Weiß dient als Energiespeicher und reichert sich in Form von Fettrollen in verschiedenen Körperteilen an.

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Braune Fettzellen hingegen geben Energie ab. Sie verbrennen Kalorien, um Wärme zu erzeugen und den Körper vor Kälte zu schützen. Der wissenschaftliche Begriff dafür ist Thermogenese. Braunes Fett hat seine Farbe von den vielen Mitochondrien, die es enthält. Diese kleinen „Kraftpakete“ in Zellen sind aufgrund ihres Eisengehalts rotbraun und verleihen braunem Fett seine Farbe. Je aktiver sie sind, desto mehr stimulieren sie die Fettverbrennung.

Mikroskopische Darstellung von braunem Fettgewebe: Im Gegensatz zu weißen Fettzellen fördern Brünette die Kalorienverbrennung. (Quelle: Benjamin Toth / Getty Images)

Lange Zeit glaubten Angehörige der Gesundheitsberufe, dass nur Babys braunes Fett hatten. Um nicht abzukühlen, legen sie es hauptsächlich auf den Kofferraum. Heute wissen wir, dass braunes Fettgewebe auch bei Erwachsenen vorhanden ist. Der Anteil nimmt jedoch mit dem Alter ab und variiert auch von Person zu Person. Daher haben Forscher lange nach Wegen gesucht, braune Fettzellen zu vermehren und ihre Aktivität zu fördern – um dies zu vermeiden Fettleibigkeit, Diabetes und Herzkrankheit.

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Beige Fettzellen: Worum geht es?

Eine dritte Art von Fettgewebe ist seit mehreren Jahren bekannt: beige Fett. Dies sind Zellen mit einer hohen Anzahl von Mitochondrien, ähnlich wie braunes Fett, die jedoch über das weiße Fettgewebe verteilt sind. Sie sind auch an der Wärmeerzeugung beteiligt. Die thermogene Aktivität dieser Hybridform ist jedoch geringer als die von braunen Fettzellen.

Braune Zellen verdoppeln sich im Kühlraum

Je mehr braunes Fett eine Person hat, desto mehr Kalorien verbrennen sie. Daher sind Menschen mit einem hohen Anteil an braunem Fettgewebe eher vor Fettleibigkeit geschützt. Es erzeugt 300-mal mehr Wärme als jedes andere Gewebe im menschlichen Körper. Viele Kalorien werden verbrannt.

Die Menge an braunem Fettgewebe, die eine Person hat, variiert von Person zu Person. Das Zellwachstum kann jedoch von außen aufrechterhalten werden. Braunes Fett ist besonders aktiv bei Kälte. So fanden niederländische Forscher in einem Studie entdeckte, dass Kälte die Fettverbrennung stimulieren kann. Sie ließen die Testpersonen jeweils sechs Stunden lang in einem kühlen Raum bei 16 Grad zehn Tage lang einfrieren. Der Anteil an braunem Fett hat sich verdoppelt.

Im Durchschnitt hat ein junger Erwachsener nur 50 Gramm braunes Fett. Wenn die Zellen jederzeit aktiviert werden können, verbrennen sie etwa 200 bis 400 Kilokalorien pro Tag. Umgerechnet in Jahre bedeutet dies den Verlust von etwa 16 Kilogramm weißem Fettgewebe.

Abnehmen durch Einfrieren: Funktioniert es?

Wer zusätzliche Pfunde verlieren will, muss sich daher von Zeit zu Zeit bewusst der Kälte aussetzen. Selbst kleine Änderungen des Lebensstils können Auswirkungen haben. Dazu gehört beispielsweise, die Heizung in der Wohnung nicht über 19 Grad zu drehen oder nach einer heißen Dusche kurz kalt zu duschen. Beide Maßnahmen können dazu beitragen, die „Erwärmung“ des Körpers im Fettgewebe zu erhöhen und somit mehr Kalorien zu verbrennen. Außerdem helfen Ihnen die niedrigen Temperaturen automatisch dabei, sich mehr zu bewegen, um warm zu bleiben. Es erhöht auch den Kalorienverbrauch.

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Von den genannten Maßnahmen sollte man jedoch keine Wunder erwarten. Darüber hinaus ist es für Menschen unrealistisch, absichtlich für eine lange Zeit einzufrieren. Sicherlich kann die Kalorienverbrennung durch einen „thermogenen“ Lebensstil bis zu einem gewissen Grad beschleunigt werden, was jedoch mit einem erheblichen Übergewicht einhergeht. GewichtsverlustMethode schnell an ihre Grenzen. Wenn Sie dauerhaft und gesund abnehmen möchten, können Sie Ihren Gewichtsverlust im Allgemeinen nicht vermeiden. Ernährung sich verändern und im Sport aktiv werden.

Ebenfalls Nahrung aktiviert braune Fettzellen

Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und der Universität Turku (Finnland) waren sich einig, dass braune Fettzellen nicht nur durch Kälte, sondern auch durch Essen aktiviert werden können. Studie entdeckt. Den Informationen zufolge wurden dieselben Probanden zweimal für die Studie untersucht: einmal nach Kälteeinwirkung und ein zweites Mal nach dem Verzehr einer kohlenhydratreichen Mahlzeit. Es gab auch eine Kontrollgruppe.

„Es wurde erstmals gezeigt, dass die Wärmeerzeugung in braunem Fettgewebe durch eine Testmahlzeit genauso aktiviert wird wie durch Kälteeinwirkung“, erklärt Studienleiter Martin Klingenspor. Es ist jedoch immer noch nicht klar, wie dieser Effekt zur Vorbeugung von Fettleibigkeit genutzt werden kann und welche Nährstoffkomponenten die entscheidende Rolle spielen. Weitere Studien sind daher geplant.

Wichtige Notiz: Diese Informationen können in keiner Weise professionelle Beratung oder Behandlung durch geschulte und anerkannte Ärzte ersetzen. Der Inhalt von t-online kann und sollte nicht dazu verwendet werden, unabhängig Diagnosen zu stellen oder eine Behandlung einzuleiten.

Mallory Glasg

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