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Bremer Arzt nach Covid 19: „Das Virus ist für alle gefährlich.“ – Nachrichten aus Bremen

Dr. Konstantin Schraepler, 54, erkrankte Anfang Juli an Covid-19.

Dr. Konstantin Schraepler, 54, erkrankte Anfang Juli an Covid-19. (Frank Thomas Koch)

Corona trifft Menschen mitten im Leben. Jung und Alt. Gesund und krank. Der Schweregrad von Covid-19 hängt von vielen Faktoren ab. „Menschen, die zur Risikogruppe gehören, sind stärker gefährdet. Umgekehrt bedeutet dies jedoch nicht, dass andere von einem schweren Krankheitsverlauf und seinen Folgen verschont bleiben. Dieser Virus ist für alle gefährlich. Konstantin Schraepler weiß genau, wovon er spricht. Der 54-Jährige ist Oberarzt im Krankenhaus des Roten Kreuzes in Neustadt. Er hat Patienten mit Covid-19 behandelt. Und er selbst war mit dem Coronavirus infiziert. Die Folgen störten ihn lange nach der Infektion.

Anfang Juli wurde er krank. Während dieser Tage meldete das Gesundheitsamt nur wenige Koronainfektionen pro Tag. Bremen war wie der Rest der Republik der Ansicht, dass es bei der Pandemie auf dem richtigen Weg sei. „Ich weiß nicht, wo ich infiziert wurde. Im Krankenhaus waren wir sehr gut vorbereitet, die Hygienestandards gingen über die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts hinaus “, erklärt der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie. „Dennoch kann das Infektionsrisiko für Arbeitnehmer im Gesundheitssektor sicherlich höher sein.“

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Er bemerkte zuerst Halsschmerzen. Ein brennendes Gefühl im ganzen Hals, im Gegensatz zu einer Erkältung, wie er es ausdrückt. Er wurde sofort getestet und einige Stunden später ist das Ergebnis da: „positiv“. „Ich hatte an diesem Tag ziemlich schnell Schüttelfrost, Kopfschmerzen und extreme Erschöpfung. Zu Hause war ich isoliert, isoliert in einem Raum. „Am selben Abend traten extreme Muskelschmerzen auf, er konnte nicht mehr richtig liegen und fühlte sich immer schwächer.

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Der Arzt weiß: „Die Tage fünf bis sieben sind entscheidend. Alles kann zum Besten sein, vor allem aber zum Schlechten. Das Fieber blieb sehr konstant hoch. Die Schwäche und Erschöpfung waren so extrem, dass er kaum schlief. „Ich habe nicht viel bemerkt, ich habe schmerzlindernde Medikamente genommen, sonst habe ich gerade angefangen auszubrechen.“ Ab dem zehnten Tag ließ das Fieber langsam nach. „Aber ich war so schwach, dass selbst das Sitzen eine große Anstrengung war“, sagte der 54-Jährige. Die Krankheit war auch anderswo zu spüren: Die Haut war wie Sandpapier, die Haare auf dem Kopf waren ausgefallen.

Extreme Schwäche und Erschöpfung

Er isolierte sich 14 Tage lang in einem Zimmer zu Hause. Anschließend nutzte er ein zuvor geplantes dreiwöchiges Ferienhaus, um sich von der Infektion zu erholen. „Im Grunde habe ich mich nur hingelegt, ich war definitiv kaputt.“ Der Koronatest war lange Zeit negativ, aber die Folgen der Infektion – extreme Schwäche und Erschöpfung – sind geblieben. Auch in den nächsten Wochen. „Es war nicht mehr der Körper, den ich kannte. Ich konnte dem Stress nicht widerstehen. Vor Corona nahm er an Radmarathons teil. Jeden Tag kam und ging er mit dem Fahrrad von der Arbeit, plus eine zusätzliche Fahrt am Ende des Tages. Er brauchte 20 Minuten, um eine Strecke von drei Kilometern zurückzulegen. „Schritttempo“, sagt Schraepler. Einige Wochen nach der akuten Krankheit machte er in den Herbstferien eine Radtour – 35 Kilometer. „Danach war ich fünf bis sechs Tage lang erschöpft“, sagte der 54-Jährige.

Es war nur langsam, dass sich der Körper erholte und allmählich wieder an Kraft und Energie gewann. Die Erschöpfung machte sich nicht nur körperlich bemerkbar: „Ich konnte mich nicht lange konzentrieren und musste häufige Pausen einlegen. Ich fühlte mich wie mein Kopf unter einer Glocke war. Schraepler sieht Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Masken aus Sicht des Arztes – er weiß nichts anderes, weil es Teil seiner Arbeit ist. „Ich kann mir vorstellen, dass es für andere unangenehm sein kann. Aber es ist das Mindeste, was jemand unter anderem beitragen kann. Um sich und andere zu schützen “, erklärt der Arzt. Hat er Covid-19 überlebt? „Die akute Phase, das ist sicher. Aber im Moment weiß niemand, welche langfristigen Konsequenzen sich daraus ergeben können. „“

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Baldwin Blomgrens

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