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Dramatisches Ende der Weltmeisterschaft für Clemens: das erbärmliche Ende einer Dartgeschichte

Dramatisches Ende der Weltmeisterschaft für Clemens
Das erbärmliche Ende eines Dartmärchens

Von Kevin Schulte

Die Dart-Weltmeisterschaft 2021 erlebt ein unglaubliches Drama. In der Hauptrolle: Gabriel Clemens. Deutschlands erfolgreichster Weltcup-Teilnehmer aller Zeiten verpasste das nächste Achtelfinale gegen Polen Ratajski, weil seine Nerven nervös waren.

Gabriel Clemens und Krzysztof Ratajski werfen einige Minuten auf einem schmalen Doppelabstand von acht Millimetern. Das Preisgeld beträgt rund 15.000 Pfund mehr, wenn man sich zum ersten Mal für das Viertelfinale der Darts-Weltmeisterschaft in London qualifiziert und den größten Sieg seiner Karriere verbucht. Das Spiel erreichte nach anderthalb Stunden seinen Höhepunkt. Es ist 3: 3 in den Sätzen, 2: 2 in den Beinen und beide Spieler müssen nur einen Pfeil im Doppelfeld platzieren. Aber es funktioniert einfach nicht.

Ratajski, der bereits im vierten Satz des entscheidenden Satzes zwei Match Darts gegeben hatte, kann zunächst sein Glück beim Double 20 und Double 10 versuchen. Da die beiden Pfeile jedoch nicht zum Tor gelangen, hat Clemens dies getan eine unerwartete Chance auf einen Sieg. Aber der „Deutsche Riese“ scheitert mit einem Doppel 16. Ratajski ist an der Reihe, aber er kann seine Match Darts fünf und sechs auch nicht verwenden. Dann verpasste Clemens dreimal das Siegerdoppel, dann wieder Ratajski, dann wieder Clemens.

Der beste deutsche Spieler lässt sieben Darts fallen, Ratajski nutzt seine zehnte Chance, um 4: 3 zu gewinnen und bricht sofort zusammen. Beide Schauspieler sind nach einem selten gesehenen Dartdrama völlig erschöpft.

Sechste Niederlage im sechsten Spiel

„Ich bin sauer auf mich. So etwas sollte mir nicht passieren“, sagte Clemens nach dem dramatischen Verlust im Sport1-Interview. „Was soll ich jetzt sagen? Ich sehe noch nichts Positives.“

Zwei Tage zuvor hatte Clemens den bislang größten Sieg seiner Karriere erzielt. Der 37-Jährige gewann nur 4: 3 gegen Weltmeister Peter Wright. Jetzt verliert Clemens beim sechsten Versuch zum sechsten Mal gegen Krzysztof Ratajski. Es ist mit Abstand der bitterste Bankrott gegen die Polen.

Das Spiel hatte für das Saarland bereits sehr unglücklich begonnen. Er gewann die ersten beiden Sätze, aber Ratajski gewinnt den Satz immer noch mit 3: 2. Auch weil Clemens in der entscheidenden Phase knapp ein 110er-Finish verpasste. Clemens dagegen spielt einen starken zweiten Satz, um 1: 1 in Sätzen zu binden. Und auch der dritte Satz beginnt aus deutscher Sicht als Traum. In nur elf Darts ging Clemens im Hinspiel auf Null. Aber es geht nie in irgendeinen Fluss. Der gelernte Industriemechaniker macht beim Doppelwerfen immer wieder Fehler. Der dritte Satz geht also mit 2: 3 verloren.

„Die letzte Station war schrecklich“

Aber da Ratajski auch nicht selbst in Raserei spielen kann, bleibt Clemens dabei. Der vierte Satz geht wieder die ganze Strecke, diesmal jedoch mit dem besseren Ende für den Deutschen. Der Pole schnappt sich den fünften Satz, dann rennt Clemens im entscheidenden Satz davon, wo das Drama seinen Lauf nimmt. „Das letzte Leg war schrecklich. Völlig verrückt. Ich bin es gewohnt, enge Spiele zu verlieren, aber heute war ich der glücklichste.“ sagt Krzysztof Ratajski nach seinem ersten Einzug ins Weltcup-Viertelfinale völlig erschöpft. „Ich erinnere mich nicht, jemals ein solches Spiel gespielt zu haben.“

Im Viertelfinale trifft der „Polish Eagle“ auf Stephen Bunting oder Ryan Searle. Eine erreichbare Aufgabe, die „Gaga“ Clemens jeder Chance auf die große Sensation gegeben hätte. Für den 37-Jährigen bedeutet das stattdessen, seine Wunden zu lecken und nach Hause zu fliegen.

Wenn die große Enttäuschung nach ein paar Tagen verflogen ist, sollte sich Clemens noch an ein solides Turnier erinnern. Immerhin ist die Welt Nummer 31. wie der erste Deutsche, der die Ko-Phase der Weltmeisterschaft erreicht. Selbst ein einminütiges Drama, das sich auf die Doppelfelder wirft, ändert nichts.

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Kirsa Froste

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