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Drei CDU-Präsidentschaftskandidaten: Armin Laschet verspottet Norbert Röttgen, Friedich Merz schaut zu

Am Ende wird es plötzlich laut. „Jetzt gibt es immer noch einen Aufstand“, sagt Moderatorin Tanja Samrotzki.

Aber sie scherzte: Friedrich merzEin Fuß traf das Metallgestell seines Stuhls, als der CDU-President Kandidat nach der Schlusserklärung an einem separaten Schreibtisch zurück an den Tisch mit Samrotzki und seinen Konkurrenten Armin Laschet und Norbert Röttgen getroffen.

Wiederum ist es alles andere als ein Sprachkampf eine Woche vor dem Parteitag, bei dem die CDU der Nachfolger des scheidenden Präsidenten ist. Annegret Kramp-Karrenbauer wird wählen. Drei Männer in dunkelblauen Anzügen auf blauen Krawatten an einem ovalen Tisch mit jeweils einem Glas Wasser vor sich, die sich so zivilisiert behandeln, wie man es in einer christdemokratischen Partei gerne hätte. „Du machst auch einen großen Skat-Trick“, sagte Moderator Samrotzki zu Beginn, vielleicht hätten die Herzen der drei CDU-Politiker ein bisschen mehr Spielkarten erwärmt.

Aber anders als im ersten Teil des sogenannten Triell vor dreieinhalb Wochen entwickelt sich heute Abend eine gewisse Dynamik zwischen Laschet und Röttgen. Zweimal in anderthalb Stunden verspottet der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen seinen Konkurrenten aus dem BundestagDer dortige Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten folgte mit Interesse dem ehemaligen Vorsitzenden der Fraktion der Union, Merz.

Zunächst mit dem ersten Schwerpunkt auf der Umwelt. Aus Laschets Sicht beantwortete Röttgen die Frage eines CDU-Mitglieds nach dem Gleichgewicht zwischen Ökologie und Ökonomie zu unverbindlich. Als Laschet ihm das erklärt, sagt Röttgen immer wieder: „Ja, natürlich.“ Aber jetzt kann er aufhören, sagt Laschet, der als Ministerpräsident im Land der ehemaligen Kohle und noch des Stahls ständig mit der Frage konfrontiert ist: „Dort drüben gibt es einen Konflikt. », Was nicht denunziert werden sollte. Und wenig später, in der Zwischenzeit, hat die Runde die innere Sicherheit erreicht, befiehlt Laschet seinem Konkurrenten Röttgen, weil er seiner Meinung nach falsch liegt, wenn es um die Deportation sogenannter gefährdeter Parteien geht.

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Laschet ist im Allgemeinen wacher und klarer als Mitte Dezember. Er muss aber auch aufholen. Begonnen als klarer Favorit – Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Vorsitzender des CDU-Landesverbandes mit der größten Mitgliederzahl und ausdrücklicher Befürworter des erfolgreichen Zwischenkurses von Angela Merkel – Laut einigen Umfragen müsste sich Laschet sogar Sorgen machen, sich für den zweiten Wahlgang am 16. Januar zu qualifizieren.

Dies liegt vor allem daran, dass der ursprünglich verspottete Kandidat Röttgen in den letzten Monaten zu einem ernsthaften Konkurrenten geworden ist. Dies ist für Laschet besonders schädlich, da beide im Gegensatz zu Merz das liberalere Lager der CDU ansprechen. Ironischerweise Röttgen, der Nordrhein-Westfalen Im Jahr 2012, als der Kandidat des Premierministers abstürzte und seiner Partei ein verheerendes Ergebnis bescherte, konnte Laschet nun die Tour ruinieren. Auf der anderen Seite hielt sich Röttgen immer für einen besseren Politiker als Laschet – aus seiner Sicht wäre die Rückkehr keine Überraschung.

Im Kandidatentrio ist Röttgen der Mann am Anfang und an der Eröffnung der Partei, zu der er auch heute Abend Erfolg hat. Und der CDU-Politiker ist sich sicher, dass er meint, alle aufzufordern, weiter in die Kamera zu schauen, anstatt dass der Moderator sie darum bittet. Aber es scheint immer noch ein wenig unhöflich.

Und Merz? Im Dezember 2018 war er sicher, dass er im Rennen gegen Kramp-Karrenbauer und den Bundesgesundheitsminister sein würde Jens Spahn gewinnen und Angela Merkel würde als Leiterin der CDU erben, zu dieser Zeit scheiterte er knapp in der zweiten Runde der Wahlen gegen den scheidenden Präsidenten. Auch diesmal erwarten der ehemalige Gruppenleiter und sein Volk einen Sieg. Der damalige Unterschied: Diesmal arbeitete Merz sehr hart im Voraus, telefonierte über die Regionalverbände und machte sich fleißig bekannt.

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Diesmal ist alles anders

Diesmal ist alles anders: Die 1.001 Delegierten werden sich aufgrund der Krone nicht nur am 16. Januar virtuell treffen, sondern auch numerisch über den neuen Präsidenten abstimmen. Die Kandidaten werden ihre Einführungsreden nur vor den Kameras halten, die Delegierten werden jeweils zuschauen und für sich selbst stimmen. Absolut Neuland für die CDU – aber auch ein Parteitag, dessen Ergebnis daher noch schwieriger vorherzusagen ist.

Auf jeden Fall scheint der Kandidat Merz heute Abend das Spiel sicher zu Hause spielen zu wollen, ohne einen größeren Fehler zu machen. Er liefert Merz-Klassiker wie „Ich will Champions League Spiel und nicht Nachbarschaftsklasse “, in diesem Fall erfunden in der Rolle Europas in der Welt, natürlich als Mann der Wirtschaft, ist er gegen die Pflicht, zu Hause zu arbeiten.

Merz, der derzeit nur als Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrates ein politisches Amt innehat, nutzte diese Freiheit – während Laschet, der als Ministerpräsident noch stärker von der Pandemie betroffen war als nie, begann sehr spät Stimmen von Delegierten zu erbitten. Er arbeitet jetzt hart an den letzten Metern, vor kurzem konnten die Regionalverbände Laschet fast 48 Stunden lang treffen. Aber hilft es jetzt?

Sogar sein Partner Spahn, der sich im Gegensatz zu 2018 gegen sein eigenes Präsidentschaftsangebot aussprach und stattdessen Laschets Unterstützung zusicherte, ist im Moment alles andere als Hilfe. Irgendwann wurde Spahn klar, dass er nicht aus diesem Team-Fix herauskommen würde, während er sein Gesicht rettete – laut SPIEGEL-Informationen Vor Weihnachten untersuchte er jedoch seine Chancen unter Partyfreunden., dennoch im nächsten Bundestagswahlkampf Kandidat für den Kanzler der Union zu werden. Laschet und seine Leute ignorieren dies nach besten Kräften, Spahn bestreitet solche Bemühungen – die Partei ist dennoch verärgert.

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Eine ziemlich verwirrende Situation für die CDU

Es ist also eine ziemlich verwirrende Situation für die CDU, eine Woche vor der Konferenz ihrer Partei: Die Christdemokraten haben drei Präsidentschaftskandidaten und einen weiteren freiwilligen Kanzlerkandidaten – und los geht’s. Bayern Schau, während du auf den CSU-Chef wartest Markus Söder zu, der laut Umfragen eindeutig der Favorit der Wähler für Merkels Nachfolger ist.

Mit anderen Worten: Auch nach dem Parteitag wird an der CDU nicht alles entschieden.

Aber nach diesem Abend wird zumindest klarer, worauf die Kandidaten im letzten Sprint für den Parteivorsitz setzen: Merz am bekannten Rand, Röttgen zum Thema Modernisierung und Laschet über seine Erfahrungen als Ministerpräsident und der macht ihn zum einzigen Kandidaten, der bereits eine Wahl gewonnen hat – was nach seinen Worten „auch nicht schaden kann“.

Ikone: Der Spiegel

Baldwin Blomgrens

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