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Es gibt sechs Subtypen von Prädiabetes – die Prä-Diabetes-Untergruppe zeigt ein späteres Krankheitsrisiko

Prädiabetes ist nicht nur Prädiabetes: In den frühen Stadien des Typ-2-Diabetes gibt es sechs klar definierte Subtypen, die sich in Stoffwechselparametern, Leberfett und Genetik unterscheiden. Das Risiko für Diabetes und die damit verbundenen Komplikationen variiert je nach Untergruppe. Daher könnte die Kenntnis des Subtyps dazu beitragen, Krankheiten wirksamer vorzubeugen, wie Wissenschaftler in der Zeitschrift „Nature Medicine“ berichten.

Diabetes Typ 2 iEine der häufigsten Krankheiten in Industrieländern. Allein in Deutschland leiden rund sieben Millionen Menschen an „Diabetes“ – und der Trend nimmt zu. Übergewicht und schlechte Ernährung, aber auch eine genetische Veranlagung gelten als günstige Faktoren. Die meisten Betroffenen entwickeln ein frühes Stadium, bevor sie an Diabetes erkranken. Mit einem solchen Prädiabetes ist der Blutzucker bereits erhöht, aber noch nicht im pathologischen Bereich.

Langzeitstudie über 20 Jahre

Aber wann droht Prädiabetes, sich in Diabetes zu verwandeln? „Bisher war es nicht möglich, bei Menschen mit Prädiabetes vorherzusagen, ob sie an Diabetes erkranken und einem Risiko für schwerwiegende Sekundärkrankheiten wie Nierenversagen oder nur eine harmlose Form des Blutzuckers ausgesetzt sind. im Blut etwas höher ohne signifikantes Risiko “, erklärt Hauptautor Hans-Ulrich Häring von der Universität Tübingen. .

Jetzt zeigt eine Langzeitstudie, dass bereits im Vorstadium gezeigt werden kann, wie sich die Krankheit bei einer Person manifestiert und entwickelt. Zu diesem Zweck untersuchten die Forscher wiederholt medizinisch 899 Menschen, die über einen Zeitraum von 20 Jahren mit Prädiabetes getestet wurden, und zeichneten wichtige Parameter wie Blutzucker, Leberfett, Körperfettverteilung und Blutfettwerte auf. und genetisches Risiko.

Von den sechs Subtypen stellen die Typen 3.5 und 6 das höchste Risiko dar. © Institut für Diabetes- und Stoffwechselkrankheitenforschung

Sechs verschiedene Untertypen

Wie sich herausstellt, gibt es bei Menschen in den frühen Stadien des Typ-2-Diabetes sechs klar umrissene Subtypen – und sie sind entscheidend dafür, wie sich die Gesundheit der Betroffenen weiter entwickeln wird. Drei dieser Subtypen (1, 2 und 4) haben ein geringes Risiko für Diabetes. Mitglieder der Subtypen 1 und 2 sind nicht oder kaum übergewichtig, ihr Blutzucker und ihre Insulinfreisetzung funktionieren normal. Subtyp 4 umfasst Menschen, die übergewichtig sind, deren Stoffwechsel jedoch noch relativ gesund ist. Sie bilden den Typ „gesundes Fett“.

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Das Risiko für Diabetes und Folgeerkrankungen ist bei den übrigen Subtypen (3, 5 und 6) signifikant höher. Mitglieder des Subtyps 3 haben bereits eine unzureichende Insulinproduktion, sind übergewichtig und genetisch prädisponiert. Menschen mit Subtyp 5 haben auch eine genetische Veranlagung für Diabetes, schwere Fettlebererkrankungen und ihr Körper ist bereits resistent gegen die hypoglykämischen Wirkungen von Insulin.

Das Krankheitsrisiko ist bei Subtyp 6 besonders ausgeprägt. Es umfasst Menschen, die übergewichtig sind und viel Fett im Bauch und in den Nieren haben. Sie leiden bereits in diesem frühen Stadium des Diabetes an Nierenschäden, und auch die Insulinsensitivität der Zellen ist verringert.

Möglichkeit einer gezielteren Prävention

„Wie bei Diabetes gibt es auch im Frühstadium verschiedene Arten von Krankheiten, die sich in Blutzuckerspiegel, Insulinwirkung und Insulinfreisetzung, Verteilung des Körperfetts, Leberfett und genetisches Risiko „, fasst der Erstautor Robert Wagner von der Universität Tübingen zusammen. Die sechs Subtypen wurden auch in einer zweiten Langzeitstudie mit 7.000 Teilnehmern in London gefunden.

Laut Wissenschaftlern eröffnet das Wissen über diese Subtypen nun die Möglichkeit, betroffene Menschen in Zukunft gezielter zu behandeln und Krankheiten vorzubeugen. „Die Identifizierung von Subtypen in den frühen Stadien des Typ-2-Diabetes ist ein wichtiger Schritt in Richtung Präzisionsmedizin bei der Prävention von Diabetes und den damit verbundenen Krankheiten“, sagt Co-Autor Martin Hrabe de Angelis vom Zentrum Deutsches Diabetesforschungszentrum in Neuherberg.

Forscher planen bereits weiter. „In den nächsten Schritten werden wir zunächst in prospektiven Studien untersuchen, inwieweit die neuen Ergebnisse auf die Einteilung von Personen in Risikogruppen angewendet werden können“, sagt Andreas Fritsche vom Universitätsklinikum Tübingen. In diesem Fall könnten Personen mit einem hohen Risikoprofil künftig frühzeitig identifiziert und gezielt behandelt werden. (Nature Medicine, 2021; doi: 10.1038 / s41591-020-1116-9)

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Quelle: Deutsches Diabetesforschungszentrum

Baldwin Blomgrens

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