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Gefährliche Flöte, harmlose Tuba – kath.ch

Der Aerosolforscher Urs Baltensperger, Leiter des Atmosphärenchemielabors am Paul Scherrer Institut der Villigen AG, fasst zusammen: „Wenn die Luft im Wohnzimmer mit Aerosolen konzentriert ist, ist der Abstand unnötig. „“

Weil sich die Aerosole im Laufe der Zeit im Raum ausbreiten würden. Mit anderen Worten: Die Einhaltung der festgelegten Intervalle kann eine Infektion mit Covid-19 während des Singens und der Musik mit hoher Wahrscheinlichkeit nur dann verhindern, wenn laut Baltensperger eine gute Belüftung vorliegt, „alle 15 bis 20 Minuten für 5 Minuten “.

Wie hoch ist die Aerosolkonzentration in welchen Instrumenten?

„Unser Ansatz mit künstlichen Aerosolen sagt nur etwas über die Ausbreitung von Aerosolen aus, nicht über deren Konzentration“, erklärt Echternach (Matthias Echternach studiert Aerosole an der LMU München). „Eine Einschätzung des tatsächlichen Risikos hängt jedoch von zwei Faktoren ab.“

Die Aerosolkonzentration beim Erstellen von Musik wurde unter anderem von Hong und Kollegen gemessen. Abhängig davon könnten die Konzentration des Aerosols und damit die Virusmenge mit verschiedenen Instrumenten um etwa den Faktor 100 variieren, schreiben die Forscher im „Journal of Aerosol Science“. Während die Flöte die größte Aerosolwolke erzeugt, ist sie eines dieser Instrumente, bei denen sich relativ wenige Aerosole in der Wolke befinden. Ein Schnorchel produziert tatsächlich weniger Aerosole als normales Atmen. Laut der Studie befindet sich die Menge an Aerosolen in Fagott, Piccoloflöte, Querflöte, Bassklarinette, Waldhorn und Klarinette auf Atmungsniveau. Trompete, Oboe und Posaune erzeugen jedoch mehr Aerosol als beim Sprechen. Insbesondere bei diesen Instrumenten seien zusätzliche Schutzmaßnahmen wie zusätzliche Belüftung angebracht, schreiben die Forscher. (…)

Wie laut kann Weihnachten jetzt sein?

Hier unterscheiden sich die Meinungen von Experten etwas. Echternach, selbst ausgebildeter Sänger, sagt: „Musik machen und singen ist sehr wichtig für das menschliche Wohlbefinden. Wenn wir das nicht tun, verlieren wir auch etwas. Er befürwortet, dass zu Weihnachten Lieder gesungen und Blasinstrumente gespielt werden, vielleicht weniger. „Das können Sie tun, wenn Sie Abstand halten, den Raum gut lüften und vielleicht sogar mit einer Maske mitsingen. Maske schützt viel, wir haben es auch in einer Studie gesehen. „

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Baltensperger weist darauf hin, dass es unter dem Weihnachtsbaum leider kein sicheres Lied und keine Musik mit Blasinstrumenten gibt. „Ich persönlich würde es aufgeben oder den Gesang und die Musik nach draußen bewegen, während ich die Regeln der Distanz respektiere.“ Denn abgelaufene Aerosole verdünnen sich im Freien schnell. „Aber das Risiko ist auch äußerlich nicht Null.“ Alternativ könnte man dieses Weihnachten einmal Musik hören und mitsingen, anstatt zu üben.

„Wenn Sie nicht auf das Singen und Musizieren in Innenräumen verzichten möchten, sollten Sie dies zumindest leise tun“, sagt Baltensperger. Sänger und Zuhörer sollten ebenfalls eine Maske tragen. „Und vor allem: Vergessen Sie nicht, regelmäßig zu lüften.“

In der Sonntagszeitung untersucht Joachim Laukenmann, wie an Heiligabend trotz der Koronapandemie keine völlige Stille herrschen sollte.


Mallory Glasg

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