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Lock in Österreich: „Jeder Kontakt ist einer zu viel“

Die teilweise Sperrung hat die rasche Ausbreitung des Coronavirus in Österreich nicht eingeschränkt. Die Regierung von Bundeskanzler Kurz ergreift jetzt drastischere Maßnahmen. Wenn möglich, sollten sich die Leute nicht wieder mit jemandem treffen.

In Österreich hat die Regierung beschlossen, die Koronamaßnahmen weiter zu verstärken. Wie Bundeskanzler Sebastian Kurz angekündigt hat, sollen nicht nur – wie bereits jetzt – Restaurants und Freizeiteinrichtungen ab Dienstag geschlossen bleiben, sondern auch Geschäfte. Dies gilt nicht für Geschäfte, die für die Lieferung alltäglicher Waren verantwortlich sind, wie Lebensmittelgeschäfte, Post, Banken und Apotheken.

Wie bei der ersten strengen Sperrung im Frühjahr sind Körperschutzdienste wie Friseurläden und Kosmetikstudios nicht mehr erlaubt, sagte Kurz. Darüber hinaus sollten jetzt nicht nur die oberen Ebenen, sondern alle Schulen auf Fernunterricht umsteigen. Bei Bedarf gibt es jedoch ein Betreuungsangebot – auch in Kindertagesstätten.

So wenig Kontakte wie möglich

Kurz forderte, dass alle, wenn möglich, von zu Hause aus arbeiten. „Meine dringende Bitte für die nächsten Wochen lautet: Treffen Sie niemanden! Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel. Verbringen Sie Ihre Freizeit nur mit den Menschen, mit denen Sie in einem Haushalt leben.“ Wenn Sie alleine leben, hat die Kanzlerin Sie gebeten, jemanden zu suchen, mit dem Sie während der Sperrung in persönlichem Kontakt bleiben möchten.

Ausstiegsbeschränkungen, die derzeit von 20 bis 18 Uhr gelten, werden laut Kurz auf den ganzen Tag verlängert. Nur diejenigen, die einen dieser vier Gründe haben, dürfen das Haus verlassen: beruflich, um die Grundbedürfnisse zu decken, andere zu unterstützen und zu pflegen sowie ihre Beine zu vertreten und Sport zu treiben.

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„Speichern“ Sie die Weihnachtszeit

Kurz nannte die Maßnahmen „extrem drastisch“. Sie werden jedoch benötigt, um das Gesundheitssystem und die Intensivstationen zu entlasten. Nur so kann das Land im Dezember schrittweise wiederbelebt und die Weihnachtszeit „gerettet“ werden – und „sorgfältig, aber mit Würde“ zusammen ausgegeben werden.

Die österreichische Regierung reagiert darauf, dass die Zahl der Neuinfektionen trotz früherer Einschränkungen weiter zunimmt. Wie in Deutschland besteht seit Anfang November eine teilweise Sperrung. Seitdem sind Gastronomie, Tourismus, Kultur und Freizeitaktivitäten geschlossen. Laut Kurz wird die angekündigte vollständige Sperrung voraussichtlich bis zum 6. Dezember gelten.

Kurz sagte, dass durchschnittlich 7.000 Menschen täglich an dem Coronavirus erkrankten. Die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt bei über 550. Das Ziel ist 50.

Tagesschau berichtete zu diesem Thema am 14. November 2020 um 17.00 Uhr und tagesschau24 um 18.00 Uhr.


Betlinde Blaug

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