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Microsoft deaktiviert die Mitarbeiterüberwachung über Office

Als Microsoft letzte Woche das neue Office Productivity Score-Tool einführte, wurde das Unternehmen offenbar wegen unerwarteter Gewalt kritisiert. Gewerkschaften, Befürworter der Privatsphäre und Anwälte waren entsetzt über die Möglichkeiten, die das neue Tool bieten sollte. Jared Spataro, verantwortlich für Microsoft 365 und damit für die Office-Programme von Microsoft, zeigte in einem Video unter anderem, wie mit dem Tool Mitarbeiter identifiziert werden können, die besonders von digitaler Kommunikation abhängig sind. Das Gegenteil wäre natürlich auch möglich.

Das Statistik-Tool zeigt unter anderem an, wann und wie viele E-Mails Mitarbeiter an welchen Tagen des letzten Monats mit Outlook gesendet haben und wie lange und oft sie über Teams miteinander gesprochen oder diskutiert haben. Experten von SPIEGEL Es wird nicht empfohlen, diese Art der Mitarbeiterkontrolle in Deutschland anzuwenden.

Diese Kritik hat offenbar Microsoft erreicht. Am Dienstag sagte Jared Spataro in einem Blogbeitragwie Sie das Tool „zum Schutz der Privatsphäre des Einzelnen“ ändern möchten. Dies bedeutet in erster Linie, dass Benutzernamen vollständig aus der Software entfernt werden sollten. Es sollte nicht mehr möglich sein, das Nutzungsverhalten einzelner Benutzer anzuzeigen.

Keine Erhebung einzelner Daten

Daten über die Verwendung von Online-Besprechungen, Kommunikationsoptionen, den Datenaustausch zwischen ihnen und die Online-Zusammenarbeit usw. sollten jetzt nur auf Unternehmensebene gesammelt werden. „Niemand in der Organisation kann den Produktivitätswert verwenden, um auf Daten darüber zuzugreifen, wie ein einzelner Benutzer Anwendungen und Dienste in Microsoft 365 verwendet“, sagt Spataro.

Darüber hinaus möchten sie die Benutzeroberfläche so ändern, dass sie den Wert der Produktivität besser widerspiegelt. Dies ist ein Maß dafür, wie gut ein Unternehmen Technologie für sich selbst nutzbar macht – nicht für den einzelnen Benutzer. „. Es gab wahrscheinlich einige Verwirrung über den Wert der Produktivität, fährt der Manager fort und erklärt, dass der Wert niemals dazu gedacht war, einzelne Benutzer zu bewerten. Es geht vielmehr darum, inwieweit ein Unternehmen technische Möglichkeiten nutzt.

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Microsoft setzt seine Forschung fort

Die Idee, das Verhalten einzelner Benutzer zu analysieren, scheint nicht aus dem Ideenpool des Unternehmens verschwunden zu sein. Der technische Blog »Geekwire„Bezieht sich auf kürzlich von Microsoft eingereichte Patentanmeldungen, die unter anderem ein System beschreiben, mit dem die Qualität von Besprechungen bewertet werden soll. Informationen wie „Körpersprache, Mimik, Umgebungstemperatur, Tageszeit und Anzahl der anwesenden Personen“ sollten in diese Bewertung einbezogen werden.

Eine solche Patentanmeldung muss jedoch nicht unbedingt ein spezifisches Produkt werden. Laut „Geekwire“ gibt es derzeit keinen Hinweis darauf, dass Microsoft jemals die im Patent beschriebene Technologie verwenden wird.

Ikone: Der Spiegel

Cynebald Drechslerg

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