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Polizist stirbt an Verletzungen nach Aufruhr auf dem Capitol Hill

Ein Polizist starb an seinen Verletzungen, nachdem das US-Parlament im Sturm erobert worden war. Inzwischen ist die Untersuchung der Unruhen in vollem Gange. Laut Social-Media-Forschung wurden mehr als 90 Personen festgenommen.

Die US-Ermittlungsbehörden rechnen mit einer raschen Bewältigung des Sturms auf dem Capitol Hill. Polizeibeamte arbeiteten die Nacht hindurch, um Beweise zu sammeln und die Täter zu identifizieren. Nach Angaben der Polizei von Washington wurden mehr als 90 Personen festgenommen. Das FBI hat auch eine Website eingerichtet, auf der auf Sturmteilnehmer auf dem Capitol Hill verwiesen wird. Die US-Bundespolizei bietet die Möglichkeit, kriminelle Videos und Fotos hochzuladen.

Die Ermittler können auch auf eine Vielzahl belastender Dokumente zurückgreifen: Trump-Anhänger hatten zahlreiche Fotos und Videos in den sozialen Medien veröffentlicht. Da sie trotz des Koronarisikos im Allgemeinen keine Masken trugen, sind viele Gesichter deutlich sichtbar. Die Angreifer wurden unter anderem gefilmt, als sie durch die Hallen des Kapitols gingen und in den Konferenzsaal und die Büros der Abgeordneten einbrachen.

Konsequente Strafverfolgung versprochen

Der amtierende US-Generalstaatsanwalt Jeffrey Rosen hat eine harte Strafverfolgung gegen die Randalierer auf dem Capitol Hill gelobt. Seine Abteilung wird sicherstellen, dass die Verantwortlichen für den Angriff auf die Regierung und die Rechtsstaatlichkeit im Land für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden. Die US-Bundesanwaltschaft hat angekündigt, dass in 55 Fällen bereits Strafanzeigen eingereicht wurden. Hunderte von Mitarbeitern des Justizministeriums durchsuchen derzeit soziale Medien nach anderen Verdächtigen.

Verärgerte Anhänger des gewählten US-Präsidenten Donald Trump marschierten am Mittwoch vor dem Hauptquartier des US-Kongresses und stürmten das schlecht gesicherte Parlamentsgebäude. Der Bürgermeister von Washington, Muriel Bowser, sagte, es handele sich eindeutig um „häuslichen Terrorismus“. Die Täter sollten festgenommen und vor Gericht gestellt werden.

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Polizist stirbt nach Verletzungen

In der Zwischenzeit starb ein Polizist an seinen Verletzungen. Nach den Unruhen kehrte er in das Büro seiner Einheit zurück und brach dort zusammen. Mehr als 50 Polizisten wurden bei dem Sturm auf dem Capitol Hill verletzt, und mehrere für die Sicherheit des Kongresses tätige Kräfte wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, sagte Steven Sund, Chef der Capitol Police Department.

Die Belagerung des Kongressgebäudes war kriminelles und zügelloses Verhalten. Der Mob setzte während des Sturms des Gebäudes Metallstangen, chemische Reizstoffe und andere Waffen gegen die Rettungsdienste ein. Die Demonstranten hatten Polizisten aktiv angegriffen und waren entschlossen, das Kapitol mit schwerem Schaden zu betreten.

Polizeichef tritt zurück

Nach heftiger Kritik an den Aktionen der Capitol-Polizei hat ihr Chef nun persönliche Konsequenzen angekündigt. Der CNN-Sender und die Washington Post berichten unter Berufung auf Polizeikreise. Am 16. Januar wird er sein Amt als Polizeichef des Kapitols niederlegen. Sund verteidigte zunächst seinen Stab und behauptete, seine Polizei habe heldenhaft gehandelt. Eine interne Untersuchung sollte nun klären, warum die Polizei des Kapitols nicht auf den Aufruhr vorbereitet war.

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Der Tag, an dem das Washington Capitol gestürmt wurde

Der 6. Januar beginnt mit einer traditionellen Sitzung: Die beiden Häuser des US-Kongresses treffen sich, um den Wahlsieg von Joe Biden zu bestätigen. Einige Republikaner haben ihren Widerstand angekündigt, aber es wird allgemein erwartet, dass er irgendwann bestätigt wird. | Bildquelle: AP

6.200 Nationalgarden bestellt

Das US-Verteidigungsministerium hat ungefähr 6.200 Nationalgardisten ernannt, um die örtliche Polizei zu unterstützen. Der amtierende Verteidigungsminister Christopher Miller aktivierte 30 Tage lang die Nationalgarde von Virginia, Pennsylvania, New York, New Jersey, Delaware und Maryland. Aus Pentagon-Kreisen wurde gesagt, dass das US-Kapitol und die umliegenden Gebiete bis nach der Amtseinführung des gewählten Präsidenten Joe Biden am 20. Januar geschützt werden sollten. Die Nationalgarden werden in den kommenden Tagen in Washington eintreffen.

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Betlinde Blaug

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