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Walker verklagt „WannaCry“ -Hacker: „Nordkorea trainiert sie wie olympische Athleten“ – Internet

„WannaCry“ ist der berüchtigtste Cyberangriff in der Geschichte. Es wurde wahrscheinlich von der Lazarus-Gruppe begangen. Der Hacker-Jäger Jonas Walker erzählt in BILD, dass Cyberkriminelle in nordkoreanischen Trainingslagern ausgebildet werden.

Lazarus-Hacker verbreiten seit über einem Jahrzehnt Angst und Entsetzen. 2009 griffen sie die südkoreanische Regierung an und stahlen dann mehr als 150 Millionen Euro von Banken. „Lazarus ist eine Gruppe, die von der nordkoreanischen Regierung gesponsert wird“, sagt Jonas Walker, ein Hackerjäger. „Kriege werden zunehmend online geführt. Und die Ressourcen von Cyber ​​War stammen von ihren Hacks wie ‚WannaCry‘. „“

Neben dem Geld stehen politische Motive im Mittelpunkt, zum Beispiel bei Lazarus ‚Angriff auf Sony Pictures im Jahr 2014, der auf den Film „The Interview“ abzielte – ein Satiriker des nordkoreanischen Diktators Kim Jong- ein.

„Ungefähr 30 Hacker nutzten jedes verfügbare Tool, verbrachten Monate damit, sich fertig zu machen und nichts anderes zu tun, als reddit, LinkedIn und Facebook nach Informationen über Sony-Mitarbeiter zu durchsuchen“, sagt Walker.

Die Schweiz verfolgt Hacker in Singapur

Der Informatiker sitzt vor mehreren Bildschirmen im 22. Stock eines Wolkenkratzers in Singapur. Er zog von Zürich in die asiatische Hightech-Metropole, um Angriffe mit Sicherheitsprogrammen für FortiGuard Labs zu neutralisieren.

Oft ist es ein Kampf gegen die Windmühlen, weil Hacker wesentlich mehr Fähigkeiten haben: „Grundsätzlich erhalten Sie einen Abschluss in Informatik vom nordkoreanischen Staat. Wie die Olympioniken in Nordkorea haben sie die Möglichkeit, an Piraterietrainingslagern in China teilzunehmen “, sagt Walker.

Laut Walker ist dies Teil ihrer Motivation. Unter normalen Umständen können Nordkoreaner ihr Land nicht einfach verlassen.

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Weil Hacker so gut ausgebildet sind, gehören sie zu den besten der Welt. „WannaCry“ ist Lazarus ‚berühmtester Angriff. Der Computerwurm nutzte eine Sicherheitslücke aus, die zuvor vom US-amerikanischen NSA-Geheimdienst genutzt wurde, um Bürger auszuspionieren.

Es infiziert Windows-Computer mit veralteter Software, verschlüsselt Dateien und sendet Erpressungsnachrichten. Alleine im Jahr 2017 wurden 230.000 Computer in 150 Ländern infiziert und Unternehmen, Krankenhäuser und Regierungsabteilungen erpresst.

Bei der Deutschen Bahn löschten die Angriffe Werbetafeln und Europol sprach von einem beispiellosen Ereignis. Walker zeichnet aktuelle „WannaCry“ -Angriffe mit einem Programm namens „Honeypot“ auf, das den Angreifer zu einem falschen Ziel lockt. „Sobald es fünf Minuten dauert, sehe ich ungefähr 10.000 automatisierte Angriffe!“, Sagt er.


So sieht ein „WannaCry“ -Angriff aus – die Daten auf dem Computer des Opfers wurden gemäß der Warnmeldung des Hackers verschlüsselt, und unten befindet sich der Bitcoin-ZahlungshinweisFoto: B.TONGO / EPA / REX / Shutterstock

Walker selbst ist ein Hacker

Um Angriffe abzuwehren, brachte Walker sich selbst das Hacken bei. Der 37-Jährige bekam im Alter von neun Jahren seinen ersten Computer, schaute sich Hacker-Filme an und nutzte nach dem Studium der Informatik kostenlose Informationen in Blogs und YouTube, um genau herauszufinden, wie in die Systeme einführen.

„Ich habe noch nie Drogen genommen, aber ich stelle mir vor, dass das Gefühl ähnlich ist – man möchte immer mehr wissen und mehr über seine Grenzen wissen“, sagt er. Er beschreibt sich jetzt als Hacker – wenn auch als sogenannter „weißer Hut“, der sein Wissen nutzt, um Sicherheitslücken zu schließen.

Walker verrät BILD, wo Hacker Sicherheitslücken finden können: in öffentlichen Online-Datenbanken wie Exploit-db.com. Es liegt an den Computerbesitzern, sich mit Updates vor ihnen zu schützen.

Lazarus-Hacker greifen derzeit Kryptowährungen an und stehlen laut Walker hauptsächlich Bitcoins & Co., um den nordkoreanischen Staat zu unterstützen.

Cynebald Drechslerg

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