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Windows 7: Veraltete Software kostet in Hamburg 526.000 Euro

Vor acht Jahren gab Microsoft bekannt, dass das Windows 7-Betriebssystem ausläuft. Am 14. Januar 2020 beendete das Unternehmen schließlich die Unterstützung für die Windows-Version. Im Gegensatz zu privaten Benutzern können Unternehmen und Behörden weiterhin gegen eine Gebühr Sicherheitsupdates erhalten. Die Hamburger Polizei nutzt diesen Dienst ebenso wie der Steuerzahlerverband derzeit in seinem schwarzen Buch berichtet.

Nach diesen Informationen liefen zum Zeitpunkt des Berichts noch 8.082 Hamburger Polizeicomputer mit der veralteten Software sowie 1.041 andere Computer in anderen Stadtbehörden. Die Umstellung hatte bereits 2016 begonnen, war jedoch noch nicht vollständig erfolgreich. Um die Kontinuität des Betriebs zu gewährleisten, war daher ein verlängerter Supportvertrag erforderlich, für den diesbezüglich rund 526.000 Euro fällig waren.

Politiker, Behörden und Verwaltung „haben acht Jahre geschlafen“, kritisierte der Steuerzahlerverband.

Bekanntes Problem

Hamburg ist mit dem Problem nicht allein. Auch die Berliner Verwaltung hat Zeit gespart. Anfang dieses Jahres sagte ein Sprecher des Senats, dass etwa „75-80%“ der 82.000 Computer auf Windows 10 konvertiert worden seien. Auch hier hat die Verlängerung des Vertrags mit Microsoft mehrere hunderttausend gekostet. Euro.

Ähnliche Berichte wurden 2014 gemeldet, als das Ende von Windows XP Druck auf die deutschen Behörden ausübte. Schon damals wurden monatelange Stundungen gegen große Geldsummen gewährt.

Hilflos angesichts neu entdeckter Schwachstellen

Nach den Daten auf der Website statcounter Windows 7 macht immer noch rund 13% der Microsoft-Betriebssysteme in Deutschland aus. Während sich Unternehmen und Behörden zumindest noch schützen können, selbst wenn dies kostspielig wird, sind private Benutzer, die kein Upgrade auf Windows 10 oder ein anderes System durchführen, weiterhin gefährdet. Sie wären angesichts neu entdeckter Sicherheitslücken in Windows 7 machtlos. Antivirensoftware und Firewalls würden laut IT-Sicherheitsexperten wenig zur Bekämpfung von Betriebssystemfehlern beitragen.

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Ikone: Der Spiegel

Cynebald Drechslerg

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